Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Alles rund um lackierfreies Ausbeulen / Hagelschaden Instandsetzung

Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon Stangenede » 01.12.2009, 16:02

Hallo Delle Away

daß viele Drücker nichts können und die Autos vermurksen ist bekannt.
Das Übel muß man an der Wurzel packen das heißt die Ausbildungsbetriebe
die sich eigentlich gar nicht so nennen dürften sind das Übel sie
schulen verkehrt verkaufen mit dem Lehrgang Werkzeug das nichts taugt
und Lampen wo man nichts mit sieht. Der Drücker arbeitet nach seiner
Schulung so wie man es ihm beigebracht hat. Wer z.B. bei einer Delle
von außen im Kreis nach innen zu drückt erwischt das Dellenzentrum nicht
usw. usw. Ich habe damals insgesamt 3 Kurse gemacht, 3 Wochen bei Fa. H..,
3 Tage bei einem Künstler in Eging, jeder erzählte etwas anderes und
schulte auch anders. Erst bei meinem 3. Kurs bei einer renomierten Firma
die auch hier im Forum oft positiv erwähnt wird habe ichs richtig mit allen
Tricks und Kniffen gelernt bekommen. Ich dachte schon es liegt an meinem
Talent, daß es bei meinen 2 vorherigen Versuchen nicht funktioniert hat aber
es lag am Werkzeug, Licht und natürlich an meinen Ausbildern welche die
Dellen besser reinhauen konnten als mir zu zeigen wie man sie richtig
rausdrückt. Qualitätssicherung klingt toll aber wie soll das gehen??
Sollen Schulungsbetriebe überprüft werden ob sie auch können was sie
schulen, oder soll der Drücker kontrolliert werden?
Welche Institution soll das ganze kontrollieren?

Ich wäre auf alle Fälle dabei

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Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon Schnefi » 12.01.2010, 21:14

Hallo!

Ich denke das sich diese Frage erübrigt: siehe Schulung und Prüfung Handwerkskammer Hannover!!
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Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon HaDeX » 13.01.2010, 13:43

Erst mal noch ein gutes neues Jahr an alle Forumsteilnehmer!

Kurse zur „Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung“ bei der Handwerkskammer Hannover mit Abschlussprüfung? Leider hat gerade die Homepage der HK nicht funktioniert, aber ich habe eine Ausschreibung von letztem Jahr gefunden. Die Ausbildung besteht aus 4 Modulen, unter anderem dem Modul für die „Lackschadenfreie Ausbeultechnik“. Ein 12-tägiger Kurs (sofern am Wochenende auch geschult wurde) soll da das nötige theoretische und praktische Wissen vermitteln. Sorry, das kann doch auch nichts werden. Ein gut gemeinter Ansatz, aber in der Praxis auch nicht besser als die Kurse bei den Dellenfirmen.
Die komplette Ausbildung wird sogar schon über ein Internet-Weiterbildungsunternehmen vertrieben:
http://www.webkolleg.de/angebote/details/details/fachkraft-fuer-innovative-fahrzeugaufbereitung-hwk.html

Für alle 4 Module 240 Stunden Ausbildung, das sind max. 30 Tage für KFZ-Aufbereitung, Delleninstandsetzung, SMART-Repair-Techniken und Spotrepair!
Da sag ich mal sportlich!

Jeder der Ahnung von diesem Gewerbe hat weiß, dass es nicht möglich ist, in dieser Zeit eine gute Ausbildung zu machen. Es kann ein Einstieg geschaffen werden, den man aber nicht mit einem Abschlusszeugnis zur "Fachkraft" bescheinigen kann. Das ist höchst unseriös. Für die Handwerkskammer natürlich interessant, da dieser "Beruf" normalerweise über die Handelskammern abgewickelt wird und sie somit deren Beiträge kassieren können.

Nun ist es um so wichtiger, daß Profis das Thema in die Hand nehmen!
Zuletzt geändert von HaDeX am 14.01.2010, 12:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon Schnefi » 13.01.2010, 17:41

Zitat:
Das ist höchst unseriös. Für die Handwerkskammer natürlich interessant, da dieser "Beruf" normalerweise über die Handelskammern abgewickelt wird und sie somit deren Beiträge kassieren können.

Mit solchen Aussagen würde ich doch vorsichtig sein, da dies ein relativ offenes Forum ist!

Zur Schulung:
Der Inhalt der Seminare ist natürlich zeitlich kompremiert. Natürlich hat man nach dem Abschluß nur einen Führerschein und lernt das "fahren" erst während seiner Tätigkeit. Aber genau das ist ja der Punkt:
Mit vieviel erlernten wissen startet man in den neuen Beruf!!
...denn Erfahrung macht einen guten Beulendoktor aus
und Erfahrung kann man nicht schulen, die muß man tatsächlich "erfahren".

Die Seminare sind von Dozenten aus der Praxis (also Kollegen) so ausgefeilt, das man direkt danach loslegen kann und Geld verdienen kann! Zwei Durchgänge sind letztes Jahr gelaufen und von diesen 20 Leuten gibt es schon viele positive Rückmeldungen! (übrigens auch Leute die sich im Vorfeld hier erkundigt haben)

Es gibt kein Institut, welches auch nur Ansatzweise eine ähnliche (Werkzeugneutrale!!) Schulung in dem Umfang auf die Beine gestellt hat!
...und das die HWK einen geprüften Teilnehmer in irgenteiner Weise Knebelt ist schlicht gelogen!
Man hat die freie Wahl ob man HWK oder IHK Mitglied wird!
ABER man hat jetzt immerhin die Wahl und kann sich von den "Schmuddel-Aufbereitern" abheben und HWK Mitglied werden! Dieser Abschluss stellt letzten Endes einen einheitlichen Qulitätsnachweis dar!

MfG
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Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon HaDeX » 14.01.2010, 11:59

@schnefi:
Schön, dass Du mich zitierst, aber bitte doch auch den Satz vor dem Zitat nicht vergessen! Da mache ich die gleiche Aussage wie Du, daß der Kurs nur die Grundlagen bildet und damit bin ich ja auch einverstanden. Mehr kann man ja auch nicht verlangen und unabhängige Kurse sind für Neueinsteiger, die ich sicher nicht unterdrücken möchte, wichtig. Nur bin ich der Meinung, daß dies nicht reicht um jemandem ein staatlich anerkanntes Zertifikat als "Fachkraft" auszustellen. Man sollte vielmehr den Absolventen eine Art "Novizenzeit" einräumen, in der sie Erfahrungen sammeln können und z.B. nach einem Jahr eine Prüfung abnehmen, die auch aussagekräftig ist. Es wäre auch anzudenken, eine Plattform zu errichten, wo man diese Leute an größere Firmen vermitteln kann, bei denen sie Erfahrungen sammeln können und gefördert werden. Nicht jeder hat gleich Kunden in seiner Umgebung, die er mit Parkdellen abdecken kann und gut Geld verdient. Ich würde mich auf jeden Fall dazu bereit erklären, ein oder zwei mit durch die Hagelsaison zu ziehen. Ich hoffe das ist ein Angebot, das deutlich macht, daß ich nicht gegen diese Art der Ausbildung bin. Ganz im Gegenteil. Mir fehlt nur der nötige Anschluss um aus den Absolventen wirklich gute Techniker zu machen, bevor sie in der Masse aufgehen und diese gibt es in Deutschland leider immer noch zu wenig.
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Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon Schnefi » 14.01.2010, 13:16

...und wenn ich noch weiter Ausführen darf:

...wo fange ich denn bei einer Delle an?
...welchen Hebel nehme ich?
...das von mir Bestellte Werkzeug hat verschiedene Hebelspitzen! Wozu das?
...darf ich Zugangslöcher Bohren?
...was mache ich denn mit den Airbags?
...womit schleife ich?
...ich habe 200 Hebel im Sortiment, ich komm nicht klar!
...womit Kalkuliere ich denn Hagelschäden?
(und diese Fragen, trotz einer sogenannten Schulung!!!)

Der Schulungsaufbau sorgt dafür das Fragen wie diese, nach Abschluß geklärt sind und diese neuen Techniker nicht vor sich hin pfuschen, wie viele schwarze Schafe!
Die Absolventen werden dadurch in die Lage versetzt anzufangen und
wenn sie alles richtig umsetzen, werden sie auch am Markt bestehen!

Mir stößt nur Sauer auf das sich hier so viele Selbsternannte Schulungsleiter selbst beweihreuchern oder
mit fremden Lorbeeren schmücken!
MfG
Schnefi
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Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon Dent-Jim » 15.03.2010, 16:01

Gerade gefunden:

http://www.autohaus.de/hagel-qualitaets ... 23708.html

na mit dem Vorstand wird es sicher lustig! ;-)
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Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon AKAusbeultechnik » 16.03.2010, 10:34

Da kann man ja mal gespannt sein wie sich das entwickelt.
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Re: Qualitätsprüfung-Sicherung im Ausbeulgewerbe. Ja oder Nein?

Beitragvon kasimir » 05.04.2010, 18:29

Ja! Aber dann bitte vor allem die Ausbilder einer Prüfung unterziehen.
Hörte schlimme Sachen über den Billiganbieter ******, Niedersachsen. Ob es stimmt weiss ich selber nicht, hörte sich aber nicht gut an

<Beitrag wurde vom Mod editiert!!
Nochmal, bitte niemanden hier öffentlich an den Pranger stellen.
Insbesondere dann nicht, wenn es sich um zwielichte Informationen aus dritter Hand handelt.
Das ist nicht nur geschäftsschädigend sondern durch anonymen Nick auch unfair! >
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