Hallo und vielen Dank an Dich OTS.
Netter zug von Dir, hier mal ein wenig aus dem Erfahrung-Nähkästchen kund zu tun.
So in der Art wie Du es beschrieben hast habe ich es auch gehört. Dennoch habe ich ich nicht eine Sekunde gezögert, meinen alten Job an den Nagel zu hängen und mich auf die schwere Zeit und die vielen Rückschläge in der Ausbildung, auf den Ehrgeiz und den Willen es zu schaffen einzulassen.
Bevor man rennen kann, muss man erst das laufen lernen.
Ich bin mittlerweile, oder auch erst (wobei ich meinen derzeitigen Stand eher positiv von der Seite "mittlerweile" sehe) soweit, das ich mich vom Krabbeln abwende und mich an allem was da ist hochziehe ... um dann bald das gehen zu lernen
Aber wie bereits von Dir angeschnitten ist das Spektrum einer Delle eine Philisophie fĂĽr sich.
Meine alten Arbeitskollegen fragen oft "..und, wie läufts..??".."Wie ist der Job..??"
Naja, wie solls laufen, ich drück..und drück..und drück...usw.,...und drück immernoch..und hör nicht auf zu drücken.
Wie der Job letztenendes sein wird, das kann ich jetzt nicht objektiv beurteilen, das wird man sehen wenn ich soweit bin und irgendwo dann der erste Hagel ist, aber dennoch weiĂź ich schon jetzt, das es mir spaĂź machen wird.
Ich genieße eine gute Ausbildung und gebe meine bestes... und die Rückschläge die zwischendurch verzeichnet werden, oder mal ein schlechter Tag den ich habe, treiben mich nochmehr vorran. Wie sollte man anders wachsen??
Das alles ist wahrlich kein Zuckerschlecken und erfordert verdammt viel biĂź.
Es wirkt schon verdammt angenehm, wenn man einem Beulendoktor bei der Arbeit zu sieht.
Er kommt angefahren, packt sein Werkzeug aus, drückt die Dellen, Hagel, Dachlawine. Zwischendurch ein kurzes pläuschen, fährt dann zum nächsten Kd.
Die meisten unterschätzen es aus der Ferne...
Mal grade..SO EBEN... ne Delle wegdrĂĽcken...
Da kann ich nur zu sagen; Mal grade...und SO EBEN... danach sieht es aus. Aber das was dahinter steckt ist verdammt viel Erfahrung, Sicherheit und FeingefĂĽhl, was sich die ein oder andere Frau sicherlich manchmal wĂĽnscht
Es ist so ähnlich, wie viele im Aussendienstmitarbeiter einen lockeren Job sehen. Er kommt in die Firma, kleines Pläuschen, nimmt die Bestellung auf, Käffchen mit dem Abteilungsleiter, tolles Firmenauto usw. und alles läuft dann.
Aber so ist das alles nicht.
Das alles ist nicht zu verharmlosen und ist genauso viel Arbeit, wenn nicht so gar mehr als in jedem anderen Job.
So zumindest ist meine Erfahrung bis jetzt.
Man sagte mir vor kurzem: "Man sieht, ob die Arbeit mit dem Kopf, oder mit dem Herzen gemacht wurde. Ob es spass macht, oder man nur Geld verdienen will".
lg Montana